Wie hängt man ein Bild auf?
Auch wenn es einfach erscheinen mag, weiß nicht jeder, wie man ein Bild richtig aufhängt. Keine Sorge! Mit diesen praktischen Tipps können Sie Ihr Zuhause in eine Kunstgalerie verwandeln.
Die Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Aufhängen eines Bildes
1. Was brauche ich, um ein Bild aufzuhängen?
Bleistift, Maßband, Hammer, Haken oder Wandbefestigungen (falls das Bild keine hat), Dübel passend zur Wandart, Nägel, eine Wasserwaage und eine Bohrmaschine. Mit anderen Worten: die Grundausstattung für Ihr erstes Heimwerker-Set.
Experten betonen, wie wichtig eine gute Bohrmaschine und vor allem hochwertige Bohrer sind, da das Bohren sonst nicht richtig gelingt.
2. Festlegen, wo das Bild aufgehängt werden soll
Dabei ist es wichtig, die Maße des Bildes zu berücksichtigen, denn wenn es zu groß für die Wand ist, wirkt es unverhältnismäßig. Dasselbe gilt für ein kleines Bild an einer großen Wand. In diesem Fall empfiehlt es sich, eine Komposition aus verschiedenen Rahmen zu gestalten, unabhängig davon, ob sie Gemälde oder Fotografien enthalten.
3. Die ideale Höhe
Maßgeblich ist die Perspektive des Betrachters. Eine Höhe von 1,70 oder 1,75 cm ist daher passend. Hängt das Bild höher, ist die Beleuchtung nicht optimal; hängt es niedriger, könnte es zu nah an den Möbeln oder dem Sofa sein.
4. Haken anbringen
Wenn das Bild keine Aufhängung hat, sollten Sie zuerst ein Paar Haken oder Wandbefestigungen an den seitlichen Leisten des Keilrahmens anbringen, nicht am Rahmen oder an der oberen Leiste, da sie sich durch das Gewicht lösen könnten. Markieren Sie die Befestigungspunkte mit einem Bleistift und messen Sie nach, damit beide den gleichen Abstand zum Rand haben. Bohren Sie anschließend mit einem sehr dünnen Bohrer vor - oder verwenden Sie eine Ahle - und schrauben Sie die Haken fest.
5. Markieren Sie an der Wand, wo die Nägel hin sollen
Um die beiden Stellen festzulegen, an denen in die Wand gebohrt werden soll, messen manche mit dem Maßband die Position der beiden Punkte vom Boden aus sowie den Abstand zwischen ihnen und markieren sie anschließend mit einem Bleistift. Andere bringen das Bild in die gewünschte Position und klopfen leicht auf die Ecke, an der sich einer der Haken befindet. Nehmen Sie dann die vom Haken an der Wand hinterlassene Markierung als Orientierung, bohren Sie ein Loch, setzen Sie den Dübel und den Nagel ein und hängen Sie das Bild teilweise auf. Heben Sie anschließend das andere Ende des Bildes an und richten Sie es mithilfe der Wasserwaage gerade aus. Sobald es waagerecht hängt, müssen Sie nur noch im Bereich des zweiten Hakens leicht anklopfen und erneut bohren.
6. Bohren
Es ist wichtig, je nach Wandart den richtigen Bohrer auszuwählen. Widia-Bohrer eignen sich für Ziegelwände, Metallbohrer für Gipskartonplatten. Ebenso müssen die Maße von Bohrer, Dübel und Aufhänger aufeinander abgestimmt sein.
Sobald diese Vorüberlegungen geklärt sind, empfiehlt es sich, für das erste Loch einen etwas kleineren Bohrer zu verwenden, da dies das anschließende Bohren mit dem passenden Bohrer erheblich erleichtert. Halten Sie den Bohrer immer im 90-Grad-Winkel zur Wand und üben Sie festen Druck aus. Eine Bohrmaschine mit Tiefenanschlag und Zusatzgriff ist hilfreich.
7. Letzter Schritt
Sobald die Löcher gebohrt sind, setzen wir die Dübel mithilfe eines Kunststoffhammers oder des Hammers selbst ein und schrauben die Wandhalterungen fest. Zum Schluss setzen wir die Aufhänger in die Klemme ein und können uns über die neue Dekoration Ihres Zimmers freuen!
Wie hängt man Bilder auf, ohne Löcher zu bohren?
Wenn Sie zu Hause keine Bohrmaschine haben oder Ihr Vermieter Ihnen verbietet, Löcher in die Wände zu bohren, wird es Sie freuen zu erfahren, dass es mittlerweile Alternativen gibt, die sehr gute Ergebnisse liefern, etwa das Aufhängen eines Bildes mit Easy Hang, die Verwendung von Haken und Klebestreifen oder die Nutzung von Regalen oder Schienen.
Wie hängt man Bilder unterschiedlicher Größe auf?
Um große oder sehr schwere Bilder aufzuhängen, müssen Sie die Anzahl der Dübel erhöhen, die Sie in die Wand einsetzen. So werden das Gewicht der Leinwand und des Rahmens besser verteilt und mögliche Unfälle vermieden.